Schnarchen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung

Schnarchen hat einen schlechten Ruf, soviel scheint heute klar. Je nach Ausprägung kann es die Gesundheit stark beeinträchtigen und neben Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen zu einem erhöhten Risiko von Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt führen. Daneben bringt Schnarchen für das Leben des Partners eines Schnarchers große Einbußen an Lebensqualität mit sich – schließlich ist seine eigene Schlafqualität in aller Regel stark beeinträchtigt.

Doch der Blick zurück in die Geschichte zeigt, dass die Wahrnehmung bezüglich des Schnarchens nicht immer negativ war.

In der Antike galt Schnarchen als Laster, als Ausdruck der Pflichtvergessenheit des Betroffenen. Wer schnarchte (und damit tief und fest schlief) entzog sich den Unbillen des wachen Lebens – er verhinderte erfolgreich, dass seine Pflichten und die Herausforderungen, denen er ausgesetzt war, ihm den Schlaf raubten. Wollte man es positiv ausdrücken, so bewahrte sich der Schnarcher seinen unbeschwerten Schlaf.

Doch diese tatsächlich positivere Sicht auf das Schnarchen bildete sich erst später, mit Beginn des Mittelalters heraus. Schnarchen galt fortan als Inbegriff von Geruhsamkeit und wurde zum Beleg dafür, dass jemand das Leben zu genießen wusste. Auf diese Weise fand das Schnarchen auch Eingang in eine Reihe von literarischen Werken, doch die Auseinandersetzung mit diesen wird Gegenstand anderer Blogbeiträge sein.

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Author: manager

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