Was tun gegen Schnarchen?



Die EINE Lösung gegen Schnarchen gibt es nicht. Denn es gibt eine Reihe von Ursachen für Schnarchen, die eben dazu führen, dass es auch mehrere Formen von Schnarchen gibt; und für jede dieser Formen ist eine andere Lösung die Richtige.
Um das Ganze etwas Verständlicher zu gestalten, wollen wir hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Ursachen bzw. Auslöser von Schnarchen geben. Zu welchen Formen von Schnarchen diese Auslöser führen, haben wir hier zusammengestellt.

Ursachen und Auslöser von Schnarchen

Die Atmung durch die Nase ist beeinträchtigt

Der zentrale Dreh- und Angelpunkt dafür, dass man Schnarchen in den Griff bekommen kann, ist die Atmung durch die Nase. Bekommt man durch die Nase nicht gut Luft, so kann man unternehmen, was man will – man wird das Schnarchen (auch wenn es einen anderen Auslöser als eine verstopfte Nase hat) nicht in den Griff bekommen. Das ist unsere wichtigste Botschaft: zuerst die Nase freimachen und erst dann schauen, ob weitere Ursachen vorliegen, die Schnarchen auslösen.

Warum ist die Nasenatmung so wichtig?

Ist die Nasenatmung eingeschränkt, so stellt der Körper im Schlaf entweder unbewusst auf Mundatmung um und man schnarcht, weil das Gewebe im Rachenraum (wie das Gaumensegel) zu vibrieren beginnt. Oder der Mund bleibt zu und es wird für den Schläfer wegen der verstopften Nase auf einmal richtig schwer, Luft zu bekommen. Er zieht die Atemluft mit aller Kraft durch die Engstellen in der Nase. Das kann zu Vibrationen in der Nase führen und zu einer Art “Nasenschnarchen” führen, oder der starke Luft-Unterdruck beim Einatmen zieht die gesamten oberen Atemwege zusammen (so wie ein Staubsaugerschlauch, wenn sich die Saugerdüse verstopft hat und der Staubsauger so richtig aufheult) und es kommt dort zu Engstellen, an denen sich die Vibrationen und das Schnarchgeräusch bilden.

Daher: als Erstes Nase frei! Am Besten mit einem Nasenspreizer oder anderen Hilfsmitteln zum Freimachen der Nase.

Man atmet im Schlaf durch den geöffneten Mund

Viele Menschen schnarchen deshalb, weil sie im Schlaf durch den geöffneten Mund atmen und die Atemluft das Gewebe in Vibrationen versetzt und das Schnarchgeräusch auslöst. Das passiert entweder aus Gewohnheit, oder aber dann, wenn sie durch die Nase nicht genug Luft bekommen und der Körper unbewusst auf Mundatmung umstellt.
Schnarcht man durch den geöffneten Mund, so gibt es 2 Ansätze, um das Problem in den Griff zu bekommen. Entweder, man greift zu einem Anti-Schnarch Mundstück wie dem somnipax shield, das die Mundatmung blockiert, oder man arbeitet daran, den eigenen Körper so zu konditionieren und zu trainieren, dass man im Schlaf den Mund nicht mehr öffnet.

Man schläft in Rückenlage

Eine weitere Ursache für Schnarchen ist der Schlaf in Rückenlage . In dieser Schlafposition kann es dazu kommen, dass die im Schlaf erschlaffte Zunge (und insbesondere der Zungengrund, d.h. der hinterste Teil der Zunge) nach hinten in den Rachen sinkt und die Atemwege verengt bzw. verlegt. An der Engstelle treten Vibrationen und das Schnarchgeräusch auf.

Tritt das Schnarchen ausschließlich in Rückenlage auf, so gibt es zwei unterschiedliche Ansätze, das Problem zu beheben. Man kann zu einer Anti-Schnarch Schiene (“Protrusionsschiene”) greifen und so im Schlaf den Unterkiefer durch eine Vorverlagerung leicht unter Spannung setzen. Dadurch bleibt das Muskelgewebe auch im Schlaf leicht unter Spannung und der Zungengrund kann nicht nach hinten in den Rachen sinken. Alternativ kann man an seiner Schlaf- bzw. Liegeposition arbeiten, indem man einen Anti-Schnarch Gurt trägt. Diese sogenannte Positionstherapie lässt alle Schlafpositionen zu, außer dem Schlaf in Rückenlage. Da das Schnarchen aber nur in Rückenlage auftritt, wird so das Problem effektiv behoben.

Gewebe in den oberen Atemwegen hat zu geringe Stützkraft

Die letzte Ursache ist zugleich auch die gefährlichste Ursache für Schnarchen. Wenn das Gewebe in den oberen Atemwegen im Schlaf zu stark erschlaffen kann, oder wenn die Atemwege durch Fetteinlagerungen generell bereits verengt sind, kann es zu einem zeitweiligen Verschluss der Atemwege kommen (sog. Obstruktion). Der Atemwegskanal fällt dann in sich zusammen (kollabiert) und es kann keine Atemluft mehr durchströmen. Als Folge kommt die Atmung zum Erliegen und der Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Erst wenn das Gehirn nach wenigen Sekunden die Unterversorgung registriert, kommt es zu einer Weckreaktion, als deren Folge sich das Gewebe in den Atemwegen wieder anspannt und diese sich öffnen – der Mensch kann wieder wie gewohnt atmen Teufelskreis aus Erstickungsanfall und Weckreaktion.
Treten diese Atemaussetzer mit einer gewissen Häufung auf, ist dies ein Anzeichen für das sogenannte obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). OSAS ist eine sehr ernst zu nehmende Krankheit, die langfristig schwere Schäden für die Gesundheit mit sich bringen kann.

Die am weitesten verbreitete Therapie gegen OSAS ist die Beatmungstherapie mittels CPAP-Gerät. Sie gilt aktuell als therapeutischer Goldstandard, d.h. sie führt bei den meisten Betroffenen zu den besten Ergebnissen. Allerdings führt die Therapie auch zu Einbußen bei der Lebensqualität, da man dauerhaft mit einer Beatmungsmaske schlafen muss. Therapeutische Alternativen können (in geeigneten Fällen) die Behandlung durch einen Zungenschrittmacher oder die Provent-Therapie sein.

das ist noch nicht alles



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